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Green Logistics & Supplier Management im Bereich Automotive


Die Juni-Ausgabe des SUPPLY CHAIN MANAGEMENT™ Journal des Institust für Produktionsmanagement (IPM) beschäftigt sich u.a. mit den Themen

  • “Total Supplier Management – Effizientes Risikomanagement entlang globaler Supply Chains”, Prof. Dr.-Ing. Robert Dust, Hochschule Heilbronn und
  • “Green Logistics: Framework zur Steigerung der logistischen Nachhaltigkeit” ,
    Prof. Dr. Carsten Deckert, Prof. Dr. Elisabeth Fröhlich, Cologne Business School (CBS)

Viele Unternehmen, so die Autoren, haben bereits ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Steuergrungsgrößen etabliert, die Sie nun konsequent auch mit den Supply Chain Partnern umsetzen. Dabei spielt das Thema Risikobewertung im Zusammenhang mit Nachhaltigen Kriterien eine immer gewichtigere Rolle. Viele Zulieferer begreifen das Thema als Chance.

Weitere spannende Themen sind Senkung der CO2-Emissionen in der Bahnlogistik und Referentenbeiträge von Volkswaren zum Thema: “EU-Emissionswerte 2020 und deren Einfluss auf die Beschaffung” oder von Brose Fahrzeugteile zum Thema Innovationspotenzial CO2-Reduktion.

Die vollständige Ausgabe kann hier als PDF bezogen werden.

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Die Ära der Ökologie – Eine Weltgeschichte – Buchrezension


Nicht erst seit es Widerstand gegen die deutsche Atomkraft im Schatten der Reaktorkatastrophe von Japan gibt, hat sich die Umweltbewegung als
integraler Bestandteil unserer Gesellschaft manifestiert. Immer mehr wirtschaftliche Entscheidungen werden unter Berücksichtigung der Umweltauswirkungen und unter Einbeziehung der relevanten Umweltgruppen vollzogen. Joachim Radkau versucht im vorliegenden Buch die Geschichte
der Umweltbewegung von den Ursprüngen im 18. Jt, über das weithin vergessene Thema Waldsterben bis hin zur aktuellen Atomdebatte zu
erzählen. Dabei liegt der Fokus auf den internationalen Aktivitäten und Spannungen in den letzten vierzig Jahren. Heutzutage profitiert die Bewegung
von einer starken Vernetzung, die kleinere lokale Aktivitäten als Bestandteil eines globalen environmentalism fördert. Besonders anhand von
Quellenvergleichen und Büchern zeigt der Autor die ökologische Revolution der 1970er Jahre auf. Mit den Hintergründen des Club of Rome oder der
Entstehungsgeschichte des in den USA populären Earth Day, zeigt Radkau internationale Entwicklungen und Strömungen im Lichte der Geschichte
auf. Auch das allgegenwärtige Thema von Ökologie und Ökonomie wird historisch erneut aufgerollt. Die „grüne Aufklärung“ ist dabei Teil der Geschichte
geworden und wird sich gerade im Zuge der aktuellen Debatten um Energiewenden und CO2-Preise weiter in der Gesellschaft und unserer
Geschichte manifestieren. Ein gut recherchiertes Buch mit wissenschaftlichem Anspruch.

Wolfgang Berger für die VDI-Mitgliederzeitschrift Technik in Bayern, Ausgabe 5/2011

Smart Grid – Revolution oder Evolution?


Für die Mehrzahl der Menschen in den Industriestaaten ist eine sichere und unterbrechungsfreie Energieversorgung selbstverständlich. Der radikale Umbau des deutschen Kraftwerksparkes durch den Wegfall der Atomkraftwerke mag so manchen zweifeln lassen, ob diese sichere Versorgung – zumindest für Elektrizität – auch in Zukunft Bestand haben wird.

Doch nicht nur in Deutschland wird die Energiebereitstellung umgebaut. Neben dem massiven Ausbau Erneuerbarer Energien geht es vor allem um eine effizientere Nutzung und Verteilung der bereits verfügbaren Energie. Vielerorts werden neue Infrastrukturmaßnahmen beschlossen.
Die jüngste Ankündigung der Deutschen Netzbetreiber, nun “Stromautobahnen” durchs Land zu ziehen, um die Windfelder im Norden und eines Tages den Sahara-Strom aus dem Süden anzubinden, ist nur die logische Konsequenz aus dem sich bereits vollziehenden Wandel. Aber auch die geplante Integration von Millionen von Elektrofahrzeugen in die europäischen Stromnetze bringt so einiges Kopfzerbrechen mit sich. Geht es dabei aber nur um einen Medienhype? Versuchen Politik und Konzerne von ganz anderen Fragen abzulenken?
Fest steht, dass die Evolution hin zu einer neuen Versorgungstruktur schon begonnen hat. Ein wichtiger Schritt dazu ist eine neue Steuerungs-Struktur, die neue Hardware und die steigende dezentrale Erzeugung mit den heute verfügbaren Kommunikationsmöglichkeiten verknüpft. Bei diesem sog. Smart Grid geht es um eine Vielzahl von Einzelaspekten auf unterschiedlichsten Ebenen – vom Energieerzeuger (der heute ja auch Privatmann sein kann), der Distribution über die Abrechnung bis hin zum Verbrauch. Solche neuen Netze sind weltweit bereits aufgebaut – nicht immer zum Vorteil aller Beteiligten.
Neue Energienetze haben, ähnlich wie neue Kommunikationstechnologien gewisse Vor- aber auch Nachteile in Qualität und Sicherheit. In Deutschland bzw. der Europäischen Union sind bereits Gesetzesgrund­lagen geschaffen worden, um die Bausteine für die neuen Technologien bereitzustellen. Zwar müssen in Neubauten in Deutschland bereits die “intelligenten” Zähler eingebaut werden. Konkrete Angebote, neue innovative Tarife zu nutzen, sind aber gerade für den Privatverbraucher noch immer Mangelware. Von intelligenten Endgeräten ganz zu schweigen. Zwar gibt es sowohl im Privat- und vor allem auch im gewerblichen Bereich Vorreiter mit konkreten Lösungen. Die Vielzahl der Unternehmen ist aber immer noch in Lauerstellung. Keines will den ersten Schritt machen und zu viel verraten bzw. einen Schritt in die falsche Richtung wagen. Dies ist aber auch die Chance für innovative Unternehmen, die bestehenden Lücken zu erkennen und mit neuen Lösungen auf den Markt zu gehen.
Das vorliegende Heft zeigt die Vielzahl der bestehenden Ansätze, die vorherrschenden Probleme, aber auch innovative Lösungen auf. Oft handelt es sich bei den Lösungen um die konsequente und logische Weiterentwicklung bestehender Ansätze und Strukturen. Die wirkliche Revolution steckt im Wort “Grid”, also im eigentlichen Netzgeflecht mit all seinen Akteuren, in dem jeder einzelne Baustein flexibler und damit intelligenter werden muss. Erst die durchgängige Verzahnung der einzelnen Ebenen schafft wirklichen Mehrwehrt für die Akteure – und vor allem für den Endverbraucher.

Dipl.-Ing. Wolfgang Berger

Erschienen als Editorial im Heft 6/2012 der VDI-Mitgliederzeitschrift
Technik in Bayern.

Link zur Ausgabe “Smart Grid”

Logica EMO – Emission Monitoring made easy


DFGE Flyer Apr2011 – CO2 Emissionen im Griff


Nachhaltigkeit in der Textilindustrie


Nicht erst seit der jüngsten Gründung der Sustainable Apparel Coalition ist das Thema Nachhaltigkeit und CO2-Berechnung auch in der Textilbranche angekommen. Dieser jüngste Zusammenschluss jedoch zeigt die Notwendigkeit von transparenten und vergleichbaren Darstellungsmöglichkeiten in der Branche, die in dem Thema vielorts noch am Anfang steht.

Unter den Teilnehmern der Koalition finden sich u.a. Adidas, Esprit, Gap Inc., H&M, Levi Strauss & Co, Nike, Otto Gruppe, Patagonia und Timberland.
(die Links führen jeweils zur Nachhaltigkeitsseite der Unternehmen)
Besonders ansprechend sind “the footprint CHRONICLES” von Patagonia gestaltet.

Aber auch andere Unternehmen aus der Branche versuchen dem Thema mit Transparenz zu begegnen:

Die Textilindustrie ist zumindest in Deutschland schrumpfend, lt. BMWI betrug in 2008 der Umsatz aber immer noch ca. 19,2 Mrd. Euro. Vor allem aber sind die bekannten Labels, die in jeder deutschen Fußgängerzone zu finden sind, alle an einem positiven Image gegenüber den Endkunden interessiert.

Marken wie NorthFace, Helly Hansen, Orsay, Patagonia oder Vaud beteiligen sich auch am bluesign Standard, der Bemühungen rund um Verarbeitung, Produktion und Recycling standardisieren soll.

Da die Branche auch große Teile der Wertschöpfung an Produzenten, Lieferanten und Logistiker weltweit auslagert ist eine Betrachtung der gesamten Supply Chain notwendig. Hier wird auch die ganzheitliche Betrachtung nach dem neuen Scope 3 des Green-House-Gas Protocol oder auch der TopDown-Methode der DFGE Aufschluss über die wahren Emissionsquellen bringen.

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Supply Chain: Zulieferer werden beim Carbon Footprint in die Pflicht genommen


Nicht erst seit der jüngsten Meldung des Britischen Telekommunikationsriesen BT, seine mehr als 6.000 Zulieferer in die Pflicht zu nehmen die CO2-Emissionen zu messen, zu dokumentieren und zu reduzieren sind viele Zulieferbetriebe mit dem Thema Carbon Footprint konfrontiert. BT geht damit als erster Player in der Telekommunikationsbrachne diesen entscheidenden Schritt und setzt mit einer konkreten “Procurement Policy” für seine Partner ein klares Signal. Nachdem erst die internen Möglichkeiten zur Messung und Reduktion des CO2-Fußabdrucks evaluiert und umgesetzt wurden, setzt BT nun auf die Möglichkeit Kunden und Partner zu einer Verbesserung des Carbon Footprints zu beeinflussen.

Auch andere Unternehmen binden Ihre Partner und Kunden stärker ein.

… und viele weitere haben die bisher auf das eigenen Unternehmen begrenzten Möglichkeiten der Berechung und Reduktion auf die vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsketten ausgelagert. Gerade im Fokus der sog. Scope 3 Emissionen nach dem GHG Protokoll geraten die Zulieferbetriebe stärker als Teil des Systems ins Visier.

Das Telekommunikationsunternehmen Sprint Nextel plant dabei sogar die Zusammenarbeit mit den  Zulieferer mit den meisten Emisisonen zu beenden!

Aber auch Regierungsorganisationen, wie die General Services Administration der US-Regierung kündigt Pläne an die mehr als 600.000 eigenen Zulieferer in einen Dialog bezüglich der Treibhausgasemissionen zu bringen.

Der jüngste Carbon Disclosure Supply Chain Report 2011 des Carbon Disclosure Projekts, der mehr als 57 multinationale Unternehmen und rund 1000 Zulieferer befragte, kommt zum Schluss, dass gerade die großen Schlüsselunternehmen mit der Einbindung der Partner eine Kettenreaktion im Bereich Emissionsmanagement und der Emissionsreduktion ausgelöst  haben. Mehr als 90% der am Carbon Disclosure Projekts teilnehmenden Firmen binden ihre Zulieferer auf unterschiedliche Weise ein. Dabei erstrecken sich die Maßnahmen von der Erfassung von Nachhaltigkeitskriterien über die gemeinsame Berechnung und Reduktion der Emissionen bis hin zum Re-Design der Produkte bzw. Prozesse.

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