Tag Archives: Logistik

Neue Leitfäden zur CO2 Berechnung in der Logistik


Aktuell gibt es zwei neue Leitfäden zur Emissionsberechnung (Carbon Footprint) für die Logistik.

Der europäische Dachverband der Spediteure, CLECAT,  hat eine übersetzte Version der Anforderungen an die DIN EN 16258 veröffentlicht. Dieser kann auf der Seite der Verkehrsrundschau bezogen werden.

Zudem hat der Deutsche Speditions- und Logistikverband eine Aktualisierung des DSLV-Leitfaden “Berechnung von Treibhausgasemissionen in Spedition und Logistik” veröffentlicht. Der Leitfaden kann hier als PDF kostenfrei bezogen werden.

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Tag der Umwelt 2012


Am 5. Juni ist es wieder so weit. Seit 1976 begeht die Deutsche Wirtschaft den “Tag der Umwelt”, der in Erinnerung an den Eröffnungstag der UN-Konferenz zum Schutz der Umwelt am 5. Juni 1972 in Stockholm gefeiert wird.

Vor allem der Bereich der Logistik muss sich noch intensiver mit Nachhaltigkeitsthemen auseinander setzen. So berichtet Carsten Dieck, Leiter des Regionalbereichs Nord/West der HypoVereinsbank München in den VDI Nachrichten Nr. 22 “Zu den ohnehin zunehmenden ökonomischen Zwängen kommen verschärft gesetzliche Vorgaben zur Reduzierung der der beim Transport anfallenden Emissionen hinzu”. Gerade große Logistik-Dienstleister wie Hermes, DHL, UPS oder Schenker gehen mit Strategien rund um das Thema Emissionsmanagement und Minderung stark in die Öffentlichkeit.

Die einheitliche Norm zur Berechnung von Treibhausgasemissionen von Transportdienstleistungen (DIN EN 16258) welche voraussichtlich im Herbst 2012 finalisiert wird, trägt sicherlich auch zu einer deutlich stärkeren Wahrnehmung des Themas im Bereich der mittelständischen Speditionen bei. Mit der Norm ist ein einheitliches Instrument geschaffen, dass es Kunden ermöglicht in Ausschreibungen oder für Nachhaltigkeitsberichte CO2-Werte nach einem definierten Standard zu fordern.

Foto: http://www.freedigitalphotos.net

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28. Deutscher Logistik Kongress Berlin


Der nunmehr 28. Deutsche Logistikkongress der Bundesvereinigung Logistik (BVL) fand 2011 unter dem Motto „Flexibel – Sicher – Nachhaltig“ in Berlin statt. Drei Tage lang konnten sich dort Logistikdienstleister und Kunden aus Handel, Gewerbe und Industrie austauschen. Neben einer begleitenden Fachausstellung waren wieder die Vorträge und Foren der Hauptanziehungspunkt der Veranstaltungen.

Die Schwerpunkte des Kongresses ergaben sich aus den konjunkturellen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Dabei stehen die Bedingungen trotz drohender Konjunkturflaute günstig für die Logistik. Die Netze sind ausgelastet und die Nachfrage nach Transporten und logistischen Dienstleistungen scheint ungebrochen. Zudem werden in den kommenden Jahren auch in Europa starke Wachstumsraten prognostiziert. Dabei schätzt der BVL, dass sich der Umsatz des Wirtschaftsbereichs Logistik in 2011 auf ca. 220 Milliarden Euro erhöht.

Ein brennendes Thema – gerade im transportierenden Gewerbe – ist der Fachkräftemangel. Zum zunehmenden Bedarf an Fahrern und Fachkräften, kommt der unglückliche Umstand, dass mit dem Wegfall der Wehrpflicht viele gut ausgebildete Fahrer fehlen, die bisher mit Lkw-Führerschein aus der Bundeswehr ausgeschieden sind und somit direkt in die Wirtschaft gehen konnten. Viele Stellen können aber auch in Führungspositionen nicht mehr besetzt werden. Der Fachkräftemangel gilt für viele Unternehmen als Erfolgsrisiko. Gut drei Viertel der Unternehmen können offene Stellen passend besetzen.

Die Logistik-Dienstleistungen nehmen zunehmend an Komplexität zu. Ganze Bereiche, von der Konzeption bis zur Vorfertigung von Waren, werden von Unternehme an den Logistikdienstleister ausgelagert. Ein Schlagwort des Kongresses war das „Magische Dreieck“. Es sollte die Wechselwirkungen zwischen Sicherheit, Flexibilität und Nachhaltigkeit von Lieferketten aufzeigen. Dabei muss der Logistiker trotz steigender Anforderungen wie Sicherheit oder Internationalisierung seine Ressourcen optimal einsetzen. Dies setzt natürlich auch höhere Anforderungen an die Mitarbeiter voraus. Nach wie vor steigen auch die Anforderungen an umweltverträglichere Transporte und Dienstleistungen. Vor allem der Carbon Footprint wird dabei zunehmend Bestandteil von Ausschreibungen bzw. lokale Anforderung von Partner, Kunden und Gesetzgebern. So wird beispielsweise Frankreich 2013 ein Gesetz auf den Weg bringe, den jeweiligen CO2-Ausstoss einer Transportdienstleistung verpflichtend auf der Rechnung auszuweisen.

Die vielen Foren und Rahmenprogramme ermöglichten auch dieses Jahr wieder einen regen und offenen Austausch.

 

Erschienen in der Ausgabe 01/2012 der VDI-Mitgliederzeitschrift Technik in Bayern.

EU Vorstoss – Gesetzesvorschlag zu CO2-Grenzwerten für LKW bis 2013


Nach einem konkreten Datum für die Einführung einer verbindlichen CO2-Berechnung für Transportemissionen in Frankreich gibt nun auch die EU-Klimakommissarin Connie Hedegaard eine Ankündigung für einen Gesetztesvorschlag zur Begrenzung der Emissionen für schwere LKW in 2013 bekannt. Demnach seien nach den geltenden Regelungen für PKW und leichte Nutzfahrzeuge auch klare Regelungen für schwere LKW gefordert. Da der Verkehr in der EU zu 26% zu den CO2-Emissionen beiträgt, sei nun auch ein Beitrag der schweren LKW erfoderlich. Die speziellen Anforderungen an schwere Nutzfahrzeuge sollen dabei Berücksichtigung finden.

Link zur off. Pressemitteilung der Rede

Link zur Seite der EU-Klimakommissarin

Frankreich – CO2 Angaben ab 2013 per Gesetz


Laut einer jüngsten Meldung der Regierung in Frankreich im Staatsanzeiger “Journal Officiel”, müssen Transporteure in Frankreich ab dem zweiten Halbjahr 2013 auf Rechnungen und Angeboten die mit der Leistung verbundenen CO2-Emissionen ausweisen. Ein Ministerdekret wird den genauen Termin des Inkrafttretens der Vorschrift noch festlegen.

Ähnlich wie schon in England das Carbon Reduction Commitment (CRC) stufenweise angekündigt und eingeführt wurde, soll auch hier den Unternehmen noch Zeit gegeben werden, sich auf die veränderten Reporting-Pflichten einzustellen.
Es wird ebenfalls angedacht, staatlich zugelassene Zertifizierungsstellen einzurichten, an die man sich bei Zweifeln an den Werten wenden kann.

Darüber hinaus will sich die französische Regierung verstärkt auf EU-Ebene einsetzen, eine einheitliche Ausweisung des Carbon Footprints durchzubringen. Zusammen mit den Zielen des EU-Weißbuch die verkehrsbedingten Emissionen bis 2050 um 60% zu reduzieren, steht nun eine einheitliche Verpflichtung der Emissionsberichterstattung auf EU-Ebene vor der Türe.

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Viel Spaß beim lesen.