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Supply Chain: Zulieferer werden beim Carbon Footprint in die Pflicht genommen


Nicht erst seit der jüngsten Meldung des Britischen Telekommunikationsriesen BT, seine mehr als 6.000 Zulieferer in die Pflicht zu nehmen die CO2-Emissionen zu messen, zu dokumentieren und zu reduzieren sind viele Zulieferbetriebe mit dem Thema Carbon Footprint konfrontiert. BT geht damit als erster Player in der Telekommunikationsbrachne diesen entscheidenden Schritt und setzt mit einer konkreten “Procurement Policy” für seine Partner ein klares Signal. Nachdem erst die internen Möglichkeiten zur Messung und Reduktion des CO2-Fußabdrucks evaluiert und umgesetzt wurden, setzt BT nun auf die Möglichkeit Kunden und Partner zu einer Verbesserung des Carbon Footprints zu beeinflussen.

Auch andere Unternehmen binden Ihre Partner und Kunden stärker ein.

… und viele weitere haben die bisher auf das eigenen Unternehmen begrenzten Möglichkeiten der Berechung und Reduktion auf die vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsketten ausgelagert. Gerade im Fokus der sog. Scope 3 Emissionen nach dem GHG Protokoll geraten die Zulieferbetriebe stärker als Teil des Systems ins Visier.

Das Telekommunikationsunternehmen Sprint Nextel plant dabei sogar die Zusammenarbeit mit den  Zulieferer mit den meisten Emisisonen zu beenden!

Aber auch Regierungsorganisationen, wie die General Services Administration der US-Regierung kündigt Pläne an die mehr als 600.000 eigenen Zulieferer in einen Dialog bezüglich der Treibhausgasemissionen zu bringen.

Der jüngste Carbon Disclosure Supply Chain Report 2011 des Carbon Disclosure Projekts, der mehr als 57 multinationale Unternehmen und rund 1000 Zulieferer befragte, kommt zum Schluss, dass gerade die großen Schlüsselunternehmen mit der Einbindung der Partner eine Kettenreaktion im Bereich Emissionsmanagement und der Emissionsreduktion ausgelöst  haben. Mehr als 90% der am Carbon Disclosure Projekts teilnehmenden Firmen binden ihre Zulieferer auf unterschiedliche Weise ein. Dabei erstrecken sich die Maßnahmen von der Erfassung von Nachhaltigkeitskriterien über die gemeinsame Berechnung und Reduktion der Emissionen bis hin zum Re-Design der Produkte bzw. Prozesse.

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The DFGE TopDown Approach for Executing an Ecological Assessment for Organisations


CDP-Report: Zulieferer werden stärker in Emissionsermittlung eingebunden


Laut dem ‘Supply Chain Report’ des Carbon Disclosure Project (CDP) rücken die Scope 3 Emissionen stärker in den Fokus der Unternehmen. Unter Scope 3 Emissionen versteht man die ‘sonstigen indirekten Emissionen’ z.B. aus Transport, Abfall oder Herstellung und Entsorgung.

Dabei waren die Hauptgründe der Unternehmen die Emissionen der Zulieferer zu betrachten:

  • Verstärktes Interesse der Kunden
  • Risikobewertung der Zulieferer
  • Zunehmender Druck der Öffentlichkeit, von Investoren und Stakeholdern
  • Gemeinsame Prozessverbesserung

Vor allem die Bedeutung der schnellen Umsetzung und der abzuleitenden Einsparmaßnahmen wird im Bericht herausgestellt. Zulieferer müssen schnell lernen die geforderten Nachhaltigkeitsstrategien umzusetzen und kontinuierlich zu verbessern. Neben einer gesellschaftlichen Verpflichtung zur Handlung wird vor allem die Geschäftschance herausgestellt nachhaltig zu handeln. Wer sich als Zulieferer mit klarem Know-How positionieren kann, wird auf jeden Fall gewinnen.

Den Bericht finden Sie bitte hier.

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