Tag Archives: Zulieferer

Green Logistics & Supplier Management im Bereich Automotive


Die Juni-Ausgabe des SUPPLY CHAIN MANAGEMENT™ Journal des Institust für Produktionsmanagement (IPM) beschäftigt sich u.a. mit den Themen

  • “Total Supplier Management – Effizientes Risikomanagement entlang globaler Supply Chains”, Prof. Dr.-Ing. Robert Dust, Hochschule Heilbronn und
  • “Green Logistics: Framework zur Steigerung der logistischen Nachhaltigkeit” ,
    Prof. Dr. Carsten Deckert, Prof. Dr. Elisabeth Fröhlich, Cologne Business School (CBS)

Viele Unternehmen, so die Autoren, haben bereits ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Steuergrungsgrößen etabliert, die Sie nun konsequent auch mit den Supply Chain Partnern umsetzen. Dabei spielt das Thema Risikobewertung im Zusammenhang mit Nachhaltigen Kriterien eine immer gewichtigere Rolle. Viele Zulieferer begreifen das Thema als Chance.

Weitere spannende Themen sind Senkung der CO2-Emissionen in der Bahnlogistik und Referentenbeiträge von Volkswaren zum Thema: “EU-Emissionswerte 2020 und deren Einfluss auf die Beschaffung” oder von Brose Fahrzeugteile zum Thema Innovationspotenzial CO2-Reduktion.

Die vollständige Ausgabe kann hier als PDF bezogen werden.

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Weltklimabericht 2013 – High Noon in Paris


Eine gute Nachricht vorab – die Erde hat sich in den vergangenen Jahren nicht so stark erwärmt wie befürchtet. Im September stellte der Weltklimarat, der von der UN (den Vereinten Nationen)  berufene IPCC, die jüngsten Daten vor. Zwar war die Erwärmung der Bodentemperatur nicht so starkt wie ursprünglich befürchtet, aber der dominante Einfluss des Menschen auf die Erwärmung ist unzweifelhaft.  Zudem ändern sich andere Messgrößen ungebremst weiter. So geht das Meereis der Arktis immer weiter zurück und der Meerespiegel steigt weiter an.

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195 Staaten sind an dem Bericht beteiligt. Mehr als 500 Personen arbeiten direkt am Bericht. Vorab haben die Autoren mehr als 54.000 Kommentare ausgewertet, die von über 1.000 Experten und fast 40 Regierungen eingegangen waren.

Die Zeit drängt. Bis 2015 will  man in Paris ein neues verbindliches Abkommen aushandeln.  Welche Rolle die neue Bundesregierung und Deutschland und die EU Zukunft übernehmen wird, ist offen. Verbindliche Rahmenbedingungen würden auch zu einer Wiederbelebung des EUTS (Europ. Emissionshandelssystem) führen, da dort die Zertifikatspreise für die Tonne CO2 im Keller liegen. Nur noch ehrgzeizige Klimaschutzmaßnahmen können die Erderwärmung anhalten.

Neben dem zunehmenden Druck einzelner Regierungen (wie Frankreich und Großbritannien), nehmen aber vor allem Aktivitäten und Forderungen von großen OEMs und multinationalen Konzernen zu. Meist sind dies Unternehmen, die eine Vorreiterrolle im Klimaschutz und Nachhaltigkeitsmangement einnehmen. Sie schneiden bei Ratings und Bewertungen wie etwas bei Nachhaltigkeitsberichten nach GRI oder dem Carbon Disclosure Project (CDP) sehr gut ab. Die eigenen Anforderungen werden nun in die Supply Chain und zu Partnern weiter gegeben. Somit ist nun auch schon der Mittelstand gefordert,  nicht nur Daten wie etwa einen Corporate Carbon Footprint bereit zu stellen, sondern sogar noch Einsparungsziele und Aktivitäten mit zu tragen.

Den vollständigen Klimabericht finden Sie hier auf den IPCC Seiten.

Nachhaltigkeit in der Textilindustrie


Nicht erst seit der jüngsten Gründung der Sustainable Apparel Coalition ist das Thema Nachhaltigkeit und CO2-Berechnung auch in der Textilbranche angekommen. Dieser jüngste Zusammenschluss jedoch zeigt die Notwendigkeit von transparenten und vergleichbaren Darstellungsmöglichkeiten in der Branche, die in dem Thema vielorts noch am Anfang steht.

Unter den Teilnehmern der Koalition finden sich u.a. Adidas, Esprit, Gap Inc., H&M, Levi Strauss & Co, Nike, Otto Gruppe, Patagonia und Timberland.
(die Links führen jeweils zur Nachhaltigkeitsseite der Unternehmen)
Besonders ansprechend sind “the footprint CHRONICLES” von Patagonia gestaltet.

Aber auch andere Unternehmen aus der Branche versuchen dem Thema mit Transparenz zu begegnen:

Die Textilindustrie ist zumindest in Deutschland schrumpfend, lt. BMWI betrug in 2008 der Umsatz aber immer noch ca. 19,2 Mrd. Euro. Vor allem aber sind die bekannten Labels, die in jeder deutschen Fußgängerzone zu finden sind, alle an einem positiven Image gegenüber den Endkunden interessiert.

Marken wie NorthFace, Helly Hansen, Orsay, Patagonia oder Vaud beteiligen sich auch am bluesign Standard, der Bemühungen rund um Verarbeitung, Produktion und Recycling standardisieren soll.

Da die Branche auch große Teile der Wertschöpfung an Produzenten, Lieferanten und Logistiker weltweit auslagert ist eine Betrachtung der gesamten Supply Chain notwendig. Hier wird auch die ganzheitliche Betrachtung nach dem neuen Scope 3 des Green-House-Gas Protocol oder auch der TopDown-Methode der DFGE Aufschluss über die wahren Emissionsquellen bringen.

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Supply Chain: Zulieferer werden beim Carbon Footprint in die Pflicht genommen


Nicht erst seit der jüngsten Meldung des Britischen Telekommunikationsriesen BT, seine mehr als 6.000 Zulieferer in die Pflicht zu nehmen die CO2-Emissionen zu messen, zu dokumentieren und zu reduzieren sind viele Zulieferbetriebe mit dem Thema Carbon Footprint konfrontiert. BT geht damit als erster Player in der Telekommunikationsbrachne diesen entscheidenden Schritt und setzt mit einer konkreten “Procurement Policy” für seine Partner ein klares Signal. Nachdem erst die internen Möglichkeiten zur Messung und Reduktion des CO2-Fußabdrucks evaluiert und umgesetzt wurden, setzt BT nun auf die Möglichkeit Kunden und Partner zu einer Verbesserung des Carbon Footprints zu beeinflussen.

Auch andere Unternehmen binden Ihre Partner und Kunden stärker ein.

… und viele weitere haben die bisher auf das eigenen Unternehmen begrenzten Möglichkeiten der Berechung und Reduktion auf die vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsketten ausgelagert. Gerade im Fokus der sog. Scope 3 Emissionen nach dem GHG Protokoll geraten die Zulieferbetriebe stärker als Teil des Systems ins Visier.

Das Telekommunikationsunternehmen Sprint Nextel plant dabei sogar die Zusammenarbeit mit den  Zulieferer mit den meisten Emisisonen zu beenden!

Aber auch Regierungsorganisationen, wie die General Services Administration der US-Regierung kündigt Pläne an die mehr als 600.000 eigenen Zulieferer in einen Dialog bezüglich der Treibhausgasemissionen zu bringen.

Der jüngste Carbon Disclosure Supply Chain Report 2011 des Carbon Disclosure Projekts, der mehr als 57 multinationale Unternehmen und rund 1000 Zulieferer befragte, kommt zum Schluss, dass gerade die großen Schlüsselunternehmen mit der Einbindung der Partner eine Kettenreaktion im Bereich Emissionsmanagement und der Emissionsreduktion ausgelöst  haben. Mehr als 90% der am Carbon Disclosure Projekts teilnehmenden Firmen binden ihre Zulieferer auf unterschiedliche Weise ein. Dabei erstrecken sich die Maßnahmen von der Erfassung von Nachhaltigkeitskriterien über die gemeinsame Berechnung und Reduktion der Emissionen bis hin zum Re-Design der Produkte bzw. Prozesse.

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Intralogistik: „Wie genau darf’s sein?“ – Carbon Footprint mit der TopDown Methode


Die Intralogistikmesse LogiMAT 2011 in Stuttgart widmete sich in einem Fachforum zu “Sinn und Unsinn grüner Intralogistik” unter Vorsitz von Prof. Michael ten Hompel, Leiter des Fraunhofer-Institutes für Materialfluss und Logistik, dem Thema Nachhaltigkeit in der Intralogistik.

Die DFGE hatte Gelegenheit in einem Fachvortrag am 8. Februar 2011 über die Ermittlung des Carbon Footprints nach der TopDown Methode zu sprechen. Die Veranstaltung stieß auf reges Interesse bei den Besuchern der Messe.

Die Folien zum Vortrag sind hier zu erhalten:

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Supermärkte setzen auf Carbon Labelling


Immer mehr Handelsunternehmen liefern ihren Kunden neben den üblichen und vorgeschriebenen Produtkinformationen auch konkrete Werte zum Carbon Footprint des jeweiligen Produktes. Dabei gibt es kleinere nationale Initiativen und Alleingänge von großen Unternehmen. Die Vielfalt der Labels für den sog. Product Carbon Fooptrint (PCF) wächst dabei täglich. Jedoch ist der Trend zu dieser Zusatzinformation mehr als deutlich. Einige Supermärkte weisen den Carbon Footprint sogar auf der Rechnung aus.

Hier eine kleine Sammlung (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) mit direkten Links zu den Aktivitäten der Unternehmen:

Deutlich zeigt sich hier ein Trend in Frankreich den Kunden diesbezüglich mehr Transparenz zu bieten. Dies mag sicherlich den nationalen Französischen Aktivitäten in Zusammenhang mit den Grenelle-Gesetzen geschuldet sein.

Neben der Auszeichnung der Waren mit einem CO2-Wert haben natürlich auch viele Unternehmen den eigenen Footprint des Unternehmens berechnet.

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CDP-Report: Zulieferer werden stärker in Emissionsermittlung eingebunden


Laut dem ‘Supply Chain Report’ des Carbon Disclosure Project (CDP) rücken die Scope 3 Emissionen stärker in den Fokus der Unternehmen. Unter Scope 3 Emissionen versteht man die ‘sonstigen indirekten Emissionen’ z.B. aus Transport, Abfall oder Herstellung und Entsorgung.

Dabei waren die Hauptgründe der Unternehmen die Emissionen der Zulieferer zu betrachten:

  • Verstärktes Interesse der Kunden
  • Risikobewertung der Zulieferer
  • Zunehmender Druck der Öffentlichkeit, von Investoren und Stakeholdern
  • Gemeinsame Prozessverbesserung

Vor allem die Bedeutung der schnellen Umsetzung und der abzuleitenden Einsparmaßnahmen wird im Bericht herausgestellt. Zulieferer müssen schnell lernen die geforderten Nachhaltigkeitsstrategien umzusetzen und kontinuierlich zu verbessern. Neben einer gesellschaftlichen Verpflichtung zur Handlung wird vor allem die Geschäftschance herausgestellt nachhaltig zu handeln. Wer sich als Zulieferer mit klarem Know-How positionieren kann, wird auf jeden Fall gewinnen.

Den Bericht finden Sie bitte hier.

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