Tag Archives: Sustainable development goals

Nachhaltige Beschaffung mit den SDGs


Cliff and blue sea

Seit die SDGs von der Staatengemeinschaft beschlossen wurden, gibt es eine Debatte darüber, wie sie in die Unternehmensstrategie integriert werden können; Engagement von FIrmen wird dort explizit als Teil der Lösung für nachhaltige Entwicklung genannt. Dieser Artikel beschreibt, wie die SDGs als Rahmen für die Firmenaktivitäten vor allem in der Lieferkette genutzt werden können.

Nachhaltige Beschaffung ist die Umwandlung von Risiken in Chancen

Viele Risiken, mit denen Firmen heute konfrontiert werden, liegen in der Lieferkette und sind verbunden mit Reputation (Firmenimage) und Strategie. Zum einen können Mängel in der Zulieferkette die Reputation einer Firma schwer beschädigen. Das betrifft sowohl umweltbezogene als auch soziale Mängel; ein bekanntes Beispiel ist BP, deren Ruf durch den Umgang mit der Deepwater Horizon-Katastrophe schweren Schaden erlitten hat. Während jedes Problem in der Lieferkette mit direkten finanziellen Kosten für ein Unternehmen verbunden sein kann, können Reputationsprobleme eine Firma oftmals auch über einen längeren Zeitraum und auf vielen Ebenen betreffen. Neben Absatzrückgängen kann ein Reputationsproblem beispielsweise auch talentierten Nachwuchs davon abschrecken, sich bei einer Firma zu bewerben.

Zum anderen kann es für eine Firma auch ein strategisches Risiko sein, die Lieferkette nicht auf Nachhaltigkeit hin zu überwachen. Wenn zukünftige Engpässe an essenziellen Ressourcen nicht rechtzeitig in der Strategie Berücksichtigung finden, und wenn eine Firma so nicht auf zukünftige Preisanstiege vorbereitet ist, ist die ökonomische Lebensfähigkeit auf lange Sicht gefährdet.

Um solche Risiken anzugehen können Firmen auf nachhaltige Beschaffung setzen. Das heißt, dass sie Standards definieren können, denen die Zulieferer gerecht werden sollen; im Kern werden so Nachhaltigkeitskriterien in die Lieferkette integriert. So können einerseits die oben beschriebenen Risiken reduziert werden: Wenn ein guter Sozial-Dialog und gute Arbeitsbedingungen etabliert sind, sinkt das Risiko von Streiks und somit Produktionsunterbrechungen. Wenn Menschenrechte beachtet werden, wird das Reputationsrisiko vermindert. Andererseits können Firmen so von neuen Möglichkeiten wie verstärkter Zusammenarbeit, mehr Vertrauen, neuen Produkten oder größererer Kundenzufriedenheit profitieren.

Wie können nun die SDGs Firmen dabei helfen, Nachhaltigkeit in der Lieferkette anzugehen?

Nachhaltige Beschaffung kann mit den SDGs abgestimmt werden

Die SDGs sind im Endeffekt ein Rahmenwerk, das alle Ebenen der Nachhaltigkeit und alle beteiligten Akteure adressiert. Die Stärke dieses Rahmenwerks liegt darin, dass es weltweit bekannt und akzeptiert ist; durch das Verwenden der SDGs wird so die Verständnis-Schwelle für Stakeholder gesenkt, auch im Bereich der nachhaltigen Beschaffung.

Der SDG Compass, herausgegeben von der Global Reporting Initiative, liefert eine Übersicht, wie Firmen die SDGs mit ihrem Geschäft verbinden können. Durch ein Mapping ihrer Lieferkette können Firmen zuerst die Bereiche identifizieren, in denen Nachhaltigkeits-Auswirkungen wahrscheinlich auftreten. Durch das Mapping sollte klar werden, wo die Kerntätigkeit, die Technologien und die Produkte einer Firma positive oder negative Auswirkungen haben. In diesem Schritt ist auch die Einbeziehung von Stakeholdern wichtig, da diese eine neue Sichtweise auf die Firmenaktivitäten liefern können.

In manchen Fällen treten Auswirkungen nur in der Lieferkette auf; jeder Händler beispielsweise wird die Risiken, die mit der Herstellung von Produkten verbunden sind (Arbeitsschutz, hoher Ressourcenverbrauch), vermeiden wollen. Um dies sicherzustellen, können Firmen ihre Zulieferer zu solchen Risiken direkt befragen, eine Analyse der Zulieferer-Webseite machen oder auf Risiko-Datenbanken zurückgreifen.

Nach dem Mapping sollte eine Firma messbare und zeitlich definierte Ziele setzen, um die Prioritäten und verwandte Indikatoren festzulegen; Indikatoren reflektieren die Beziehung zwischen den Aktivitäten einer Firma und deren Auswirkungen auf Stakeholder. Je nach Größe und Wahrscheinlichkeit von aktuellen und potenziellen negativen Auswirkungen kann eine Firma die gesetzten Indikatoren priorisieren. Nach Festlegung und Priorisierung der Indikatoren können die entsprechenden Daten gesammelt werden.

Indikatoren, die sich auf die Lieferkette beziehen sind beispielsweise der Anteil der risiko-gefährdeten Zulieferer, Anteil der auditierten Zulieferer, Anteil der Zulieferer mit Verbesserungsmaßnahmen, Anzahl von erfolgreichen Re-Audits…

Wenn diese Vorbereitungen abgeschlossen sind, beginnt die eigentliche Integration von Nachhaltigkeit in die Geschäftspraktiken einer Firma. Eine aktive Rolle der Beschaffungsabteilung ist hier wichtig; ein allgemein geteiltes Verständnis, wie die Firma von nachhaltiger Beschaffung profitiert, hilft dabei, die neue Nachhaltigkeitsstrategie im Unternehmen zu verankern. Auch die Integration von Nachhaltigkeitszielen in die Leistungsbewertung von Zulieferern ist eine wirksame Methode.

Schließlich sollte über den ganzen Prozess regelmäßig berichtet werden, um Glaubwürdigkeit zu demonstrieren. Die Ergebnisse sollten neben der Veröffentlichung (Transparenz) sowohl an die Zulieferer als auch an die Abnehmer weitergegeben werden. Es wird empfohlen, für die Berichterstattung auf international anerkannte Reporting-Standards zurückzugreifen, damit die Vergleichbarkeit der Ergebnisse  gewährleistet ist.

Für mehr Informationen kontaktieren Sie uns einfach unter info@dfge.de oder besuchen Sie unsere Webseite zum Nachhaltigkeitsmanagement.

Advertisements

SDGs: a topic of interest for companies


 

IMGP3116

On the 17th of February, DFGE co-animated a webinar on Sustainable Development Goals with the World Environment Center. For those who missed it, we summarize the main conclusions of the webinar in this article.

The webinar featured sustainability experts.

Elisa Tonda (Head of Business and Industry Unit, UNEP), Lorraine Francourt (Director, EH&S & Sustainability, EMEA & AP, The Dow Chemical Company), Wolfgang Berger (VP Business Development, DFGE- Institute for Energy, Ecology and Economy) and Terry F. Yosie (President and CEO, World Environment Center) presented current trends on how companies are using the Sustainable Development Goals and on how companies can address them.

Main highlights from the webinar

(1) The SDGs are becoming important because they provide an internationally approved framework to address global challenges. Business has a vital interest in a world free from human suffering and environmental degradation and finds it essential that coordinated and measurable action takes place.

(2) Companies find value in using the SDG’s, e.g. because they help identify and meet societal expectations, especially in developing markets where the major growth opportunities lie.

(3) Companies such as Dow Chemical are already applying the SDGs. They have gone through intense stakeholder consultations (both internally and externally) and have now embedded their sustainability goal-setting-process into a structure that allows for measuring and reporting on the SDGs. Dow sets goals for each of the SDG’s but not for each indicator. Even less ambitious companies that address just a few goals would be coherent with the United Nation’s objective: every company should find its own way of contributing to the SDGs.

(4) Companies can align the SDGs with their business strategies and existing reporting frameworks such as Global Reporting Initiative (GRI), UN Global Compact, and CDP responses. While the SDGs may have similar content to the aforementioned, these pre-existing initiatives and frameworks are generally more focused in certain areas. The SDGs are, instead, a framework to report on a company’s contribution to solve global challenges and enable a strategic perspective for companies that actively want to identify business opportunities for the common good.

A worldwide topic

It seems that companies show a deep interest in this topic. Slightly more than 100 sustainability experts attended the webinar. 74% were business representatives, while 26% were from academia, advisory firms, governments, and NGO’s. Geographical distribution was 49% from Europe, 38% from the US, 8% from Latin America and 5% from Northern Africa/Middle East/Pacific.

For more information, please consult: https://sustainabledevelopment.un.org/sdgs or our blog article on how to address SDGs: Companies are key to the success of the Sustainable Development Goals. You can also directly consult us at info@dfge.de

Companies are key to the success of the Sustainable Development Goals


IMGP3134

DFGE recently co-animated a webinar organized by the World Environment Center on how Sustainable Development Goals (SDGs) can be implemented at corporate level. Here is the short summary of what was discussed there.

SDGs are the world’s new sustainability agenda

The Sustainable Development Goals were defined by the United Nations to set the 2030 agenda for sustainable development. They build on the Millennium Development Goals (2000-2015) to extend them. The 17 goals cover the three dimensions of sustainable development (Environment, Social, Economic) and targets have been defined to reach them. All countries and all stakeholders agreed to strive to implement them.

SDGs are a reference for organizations

The partnership between stakeholders and companies is key to ensure the achievement of the SDGs. In this sense, companies can use the SDGs as a reference to showcase how their actions impact the global picture: it is a way to ensure better transparency.

Like many other frameworks, it does not compete with existing standards, but companies can build upon them. For instance, answering to CDP will enable to tackle SDG 13 on climate action.

SDGs are also a framework where companies can understand the needs of the stakeholders like local institutions and communities. Dialogue with stakeholders enable companies to identify topics which are material for them, and to align it with the CSR strategy.

CSR management and reporting can help address the goals

CSR (Corporate Social Responsibility) is a way for companies to tackle these global challenges.

With CSR reporting, companies inform the stakeholders they previously consulted and engaged, and can show how their projects are reducing environmental, social and governance impacts.

With a CSR management system, a continuous improvement is fostered. Indeed, impacts are identified and targets are set accordingly. Then actions are implemented to reach these objectives. KPIs enable to measure the success of these actions, and a review leads to new actions.

Below you will find a list of examples of corporate actions that can be implemented.

Examples of corporate actions for each goal

  1. No poverty: labor management relations with a notice before changes, alternative solutions to lay-offs fostered through social dialogue, clear rules for remuneration
  2. Zero hunger: ensuring no poverty (SDG1) leads to less hunger. Partnerships with local community and NGOs on food topics (donation, training, volunteering,)
  3. Good health and well-being: health and safety program including stress prevention plan, ergonomics in the workplace, work-life balance measures
  4. Quality education: training plan for skills enhancement and implementation
  5. Gender equality: equal remuneration, rules for hiring, training of HR and managers on discrimination, whistle-blowing system
  6. Clean water and sanitation: water reduction project, wastewater treatment equipment
  7. Affordable and clean energy: resort to sustainable energy sources, energy reduction program
  8. Decent work and economic growth: rules for hiring, training of HR and managers on identification and prevention of child labor, forced labor, whistle-blowing system… Implementation of shared value initiatives including valorization of the value chain (for example by training a supplier, which then delivers a better product)
  9. Industry, innovation and infrastructure: participation in industry initiatives, like the EICC and the EICC code of conduct for Telecommunications sector
  10. Reduced inequalities: diversity program, non-discrimination training and whistle-blowing
  11. Sustainable cities and communities: stakeholder engagement program, shared value initiatives, community involvement program, community development program (donations, volunteering,)
  12. Responsible consumption and production: sustainable procurement program (risk-assessment, code of conduct, performance assessment, improvement actions, responsible sourcing) and promotion of sustainable consumption (eco-labels, information to customers about sourcing)
  13. Climate action: carbon footprint calculation, energy-efficient materials and measures
  14. Life below water: prevention of water pollution (waste water treatment), partnership with a dedicated NGO
  15. Life on land: natural habitats restoration, assessment of risks linked to biodiversity before construction, partnership with a dedicated NGOs
  16. Peace, justice and strong institutions: Ethics and compliance program, featuring a whistle-blowing line to report such cases, and adequate treatment
  17. Partnerships for the goals: stakeholder engagement program, partnerships on dedicated topics material for the company

If your company would like to know more about how these actions can be quickly implemented, we remain at your entire disposal at info@dfge.de. You can also visit our website: http://www.dfge.de/en/sustainability-communications/ . To know more about the goals: https://sustainabledevelopment.un.org/sdgs

 

World Economic Forum: the future is in your hands!    


 

23894035713_fc88747bae_z

Why is the World Economic Forum important?

The 2016 World Economic Forum annual meeting took place in Davos, Switzerland, from the 20th to the 23rd of January and gathered decision-makers from all over the world. It enables to raise awareness among the most influential people of the world: indeed, it provides an opportunity to gain momentum and concretize current projects like the Paris Agreement from COP21 or the Sustainable Development Goals.

A new era: the fourth revolution

One of the key focus was the Fourth Industrial Revolution, a concept developed by Professor Klaus Schwab, Founder and Executive Chairman of the World Economic Forum, stating that this revolution is characterized by new technologies fusing the physical, digital and biological world. Technology can thus be a way to address current challenges.

Current challenges are deeply intertwined with sustainability agendas

  • Food security. By 2050, the world must feed 9 billion people.
  • Inclusive growth. Our current social, political and economic systems are exacerbating inequalities, rather than reducing them, which can lead to anger and xenophobic attitude
  • International Labor Organization estimates that more than 61 million jobs have been lost since the start of the global economic crisis in 2008.
  • Climate change. 2015 was the Earth’s warmest year in recorded history.
  • Gender equality. The gender gap has reduced, however some efforts still need to be done, including in remuneration.
  • The number of inhabits is rise to 9.7 billion in 2050 with 2 billion aged over 60.
  • 200 million SMEs don’t have access to formal financial services.
  • Focus in long-term projects will be beneficial.

How can your company contribute?

Any organization can contribute to address these global challenges, especially

  • Climate change. Organizations can assess their carbon footprint to identify the sources of emissions, set reduction targets accordingly, and implement actions to reduce them like switching to energy-efficient equipment, fostering car-sharing and public transportation among employees, among others
  • Gender equality. To tackle gender equality, companies can issue non-discrimination rules, raise awareness among the decision-makers, and provide the same compensation and benefits on the basis of past experiences and skills, or implement a whistle-blowing system to report such cases and deal with them
  • Inclusive growth/employment. Companies play a key role in employing people. A solution for inclusive growth can be to implement shared value initiatives by launching a new product meeting social needs, or redefining productivity the value chain while focusing on the social and environmental constrains in the supply chain, or create a local competitive cluster
  • Healthcare. Companies can help foster employees’ health and well-being by focusing on ergonomics in the workplace, preventing stress, preventing occupational diseases.

If you are an organization aiming at improving sustainability and planning to participate in sustainability reporting, or looking for support when calculating your carbon footprint – contact us to learn more about our services via info@dfge.de

For more information about the forum: http://www.weforum.org/about/world-economic-forum and the world challenges: http://www.weforum.org/agenda/2016/01/what-are-the-10-biggest-global-challenges

The DFGE– Institute for Energy, Ecology and Economy provides consulting and auditing services to realize a Green Vision integrated in corporate business processes. Strategic advice on topics like technology, energy and emissions is expanded to business related and socio-economic aspects. Services range from consultancy in developing and managing customized analysis for testified Carbon footprint to validation of analysis methods and results for sustainable accuracy. As independent Institute DFGE’s work is based on advanced scientific and research methods and institutionalized standards. More at  http://www.dfge.de

Image credit: World Economic Forum, under the Creative Commons licence (BY-SA 3.0)