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Emissionseinsparungen ganz einfach validieren lassen


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Die Berechnung von Carbon Footprints auf Unternehmens- oder Produktebene gehört seit über 15 Jahren zu den Kernkompetenzen der DFGE. Darüber hinaus übernimmt die DFGE aber auch vergleichende Emissionsberechnungen, die sich beispielsweise auf neuartige Fertigungsmethoden oder Veränderungen der firmeninternen Logistik beziehen. In diesen Fällen wird eine Studie erstellt, die es erlaubt, die Innovation mit dem Basisszenario zu vergleichen.

Beispiel: Effizientere Altpapier-Logistik bei Kaufland

Als gutes Beispiel kann die DFGE-Studie zu Transportemissionen der Einzelhandelskette Kaufland dienen: In den letzten Jahren wurden bei Kaufland mehrere Filialen auf neue, effizientere Abfallpressen umgestellt, die durch größeres Volumen bei geringerem Eigengewicht die Transporte effizienter machen- Außerdem wurde durch ein intelligentes Abholsystem die Anzahl der Leerfahrten erheblich reduziert. Dass beide Maßnahmen dazu geeignet sind, die durch Transporte entstehenden Emissionen zu senken, war klar; zur Berechnung der genauen Größenordnung hingegen wurde externe Sachkenntnis benötigt.

So beauftragte die GreenCycle GmbH, die für Lidl / Kaufland Versorgungssysteme und Abfalllogistik übernimmt, die DFGE mit der Quantifizierung der resultierenden Emissions-Reduktion. Eine wissenschaftlich korrekte Berechnung mit geringer Fehlertoleranz und die Beurteilung der relativen Effektivität der Einzelmaßnahmen gehörten neben einer raschen Umsetzung zu den Vorgaben.

In wenigen Wochen zur validierten Emissionsminderung

Die Berechnung erfolgte im Einklang mit den Vorgaben des Greenhouse Gas Protokolls und der Norm DIN 16258 (Berechnung von Treibhausgasemissionen in Spedition und Logistik). Neben der Gesamt-Reduktion der Emissionen wurde auch berechnet, welchen Anteil die Einzelmaßnahmen (Änderung des Containertyps, intelligentes Abholsystem) jeweils daran haben. So ist es dem Auftraggeber möglich, die Maßnahmen in einer Kosten-Nutzen-Analyse miteinander zu vergleichen.

Im Ergebnis zeigte sich, dass die Maßnahmen geeignet waren, die Transportemissionen bei der Wertstoff-Abholung um etwa 60% zu senken. Beide Einzelmaßnahmen trugen dazu jeweils etwa die Hälfte bei.

Die Analyse der DFGE ermöglicht es der GreenCycle GmbH nun, die Maßnahmen zu priorisieren und auf weitere Märkte von Lidl oder Kaufland auszuweiten. Neben einem detaillierten Bericht über die Annahmen und Methoden der Berechnung erhielt der Auftraggeber auch eine einseitige Kurzversion für die Außenkommunikation, in der die Emissions-Reduktion bescheinigt wird.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Das Beispiel Kaufland zeigt, wie Firmen erzielte Emissionsminderungen mit Unterstützung der DFGE in wenigen Wochen im Rahmen einer Studie berechnen lassen können. Mögliche Anwendungsfelder solcher Vergleichs-Berechnungen sind breit gestreut und reichen vom Vergleich alternativer Produktbestandteile über unterschiedliche Fertigungsmethoden bis hin zu Transport und Logistik. Die Ergebnisse zu erzielten Emissions-Einsparungen können sowohl in der Außenkommunikation (etwa im Nachhaltigkeitsbericht) als auch für die Teilnahme auf Reporting-Plattformen wie beispielsweise dem CDP verwendet werden.

Die DFGE unterstützt Sie gerne bei der Quantifizierung der von Ihnen erzielten Emissionsminderungen – sprechen Sie uns an!

 

Über Green Cycle GmbH

GreenCycle GmbH ist Teil der Schwarz Gruppe und koordiniert unter anderem die Entsorgung der Wertstoffe von über 10.000 Filialen der Einzelhandelsketten Kaufland und Lidl. Sie berät andere Unternehmen hinsichtlich optimaler Technikausstattung sowie Logistik- und Versorgungskonzepten und setzt diese Konzepte mit Hilfe qualifizierter Dienstleister um. GreenCycle hat Standorte in Neckarsulm, Essen, Oberhausen und Olomouc (Tschechien).

Mehr unter http://greencycle.de/

Über Kaufland

Kaufland ist zusammen mit dem ebenfalls zur Schwarz-Gruppe gehörenden Discounter Lidl die größte deutsche Einzelhandelskette im Lebensmittelbereich. Zur Unternehmensgruppe gehören rund 1200 Märkte in Deutschland und im europäischen Ausland; in Deutschland beschäftigt das Unternehmen ca. 80.000 Mitarbeiter.

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Science Based Targets – CDP treibt Unternehmen zur Umsetzung


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Die Idee der Science Based Targets-Initiative ist einfach: Unternehmen sollen sich Emissionsziele setzen, die es ermöglichen, die Erderwärmung auf max. 2°C bis zum Jahr 2100 zu begrenzen.

Während das methodische Rahmenwerk der Initiative noch im Entwurfsstadium ist (siehe unser Blogartikel zum Science Based Targets Manual), erhöhen die beteiligten Stakeholder den Druck auf Unternehmen:

Das CDP bewertet Unternehmen in seinem diesjährigen Fragebogen zum Climate Change-Programm ausdrücklich auch danach, ob sie sich wissenschaftsbasierte Ziele gesetzt haben, oder dies vorhaben.

Diese Ziele werden vom CDP allerdings nur als solche anerkannt, wenn sie die offiziellen Voraussetzungen für anerkannte Science Based Targets erfüllen. Dazu mussten Unternehmen bis zum 15. April ihre Ziele zum „Target Check“ bei der Science Based Targets-Initiative einreichen.

Unternehmen in Deutschland noch zurückhaltend

Von den international über 150 Unternehmen, die sich bisher öffentlich zur Einführung von Science Based Targets innerhalb von zwei Jahren verpflichtet haben (Stand Mai 2016), sind nur sieben deutsche zu finden.

Auf dem Workshop zu Science Based Targets, den WWF und CDP am 26.4.2016 in Frankfurt veranstaltet hatten, wurde über die Gründe hierfür gesprochen. Demnach herrscht bei vielen Unternehmen Unklarheit über die weitere Entwicklung des Science Based Targets-Rahmenwerks, sowie die zur Zielermittlung akzeptierten Standards und Methoden. Auch wurde mangelnde Transparenz des „Target-Check“-Verfahrens angemerkt, und die komplexen Wechselwirkungen mit sektorspezifischen, gesetzlichen Zielvorgaben angesprochen.

Von Seiten des WWF und CDP wurden die Unternehmensvertreter im Gegenzug dazu aufgefordert, aktiv an der Weiterentwicklung der Methodik mitzuarbeiten.

Aus Sicht der DFGE sind die Einwände verständlich – allerdings sollten sich Firmen darauf einstellen, dass die Anwendung von Science Based Targets durch die politische Dimension innerhalb der kommenden 1-2 Jahre zum Standard wird, zumindest für im Nachhaltigkeitsbereich ambitionierte Unternehmen.

Umsetzung komplex, aber machbar

Richtig angewendet, können Science Based Targets aus Firmensicht eine praktische Orientierung bei der Definition von Emissions-Reduktionszielen geben – besonders für Branchen, die bereits explizit im „Sectoral Decarbonization Approach“ berücksichtigt sind.

Neben der Auswahl und formell korrekten Anwendung einer Methodik geht es auch und vor allem darum, die in der Methodik getroffenen Annahmen zu verstehen und mit den bestehenden KPIs und Prognosen des Unternehmens abzugleichen. Zudem müssen die im Normalfall unternehmensweit ermittelten Zielkorridore im Unternehmen auf Regionen, Standorte oder Business Units aufgesplittet und angepasst werden.

Science Based Targets – Beratung und Unterstützung durch die DFGE

Hierzu berät die DFGE gegenwärtig bereits mehrere deutsche und internationale Kunden. Durch unsere umfassende Erfahrung in den Bereichen Emissionsberechnung und -management sowie ökonomisch/ökologische Modellierung helfen wir, die Komplexität der „Science Based“-Zielermittlung und Umsetzung handhabbar zu machen.

Wir unterstützen Sie von der strategischen Bewertung über die Ausarbeitung von Science Based Targets bis zum erfolgreichen „Target Check“. Sprechen Sie uns an!

Nachhaltige Beschaffung mit den SDGs


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Seit die SDGs von der Staatengemeinschaft beschlossen wurden, gibt es eine Debatte darüber, wie sie in die Unternehmensstrategie integriert werden können; Engagement von FIrmen wird dort explizit als Teil der Lösung für nachhaltige Entwicklung genannt. Dieser Artikel beschreibt, wie die SDGs als Rahmen für die Firmenaktivitäten vor allem in der Lieferkette genutzt werden können.

Nachhaltige Beschaffung ist die Umwandlung von Risiken in Chancen

Viele Risiken, mit denen Firmen heute konfrontiert werden, liegen in der Lieferkette und sind verbunden mit Reputation (Firmenimage) und Strategie. Zum einen können Mängel in der Zulieferkette die Reputation einer Firma schwer beschädigen. Das betrifft sowohl umweltbezogene als auch soziale Mängel; ein bekanntes Beispiel ist BP, deren Ruf durch den Umgang mit der Deepwater Horizon-Katastrophe schweren Schaden erlitten hat. Während jedes Problem in der Lieferkette mit direkten finanziellen Kosten für ein Unternehmen verbunden sein kann, können Reputationsprobleme eine Firma oftmals auch über einen längeren Zeitraum und auf vielen Ebenen betreffen. Neben Absatzrückgängen kann ein Reputationsproblem beispielsweise auch talentierten Nachwuchs davon abschrecken, sich bei einer Firma zu bewerben.

Zum anderen kann es für eine Firma auch ein strategisches Risiko sein, die Lieferkette nicht auf Nachhaltigkeit hin zu überwachen. Wenn zukünftige Engpässe an essenziellen Ressourcen nicht rechtzeitig in der Strategie Berücksichtigung finden, und wenn eine Firma so nicht auf zukünftige Preisanstiege vorbereitet ist, ist die ökonomische Lebensfähigkeit auf lange Sicht gefährdet.

Um solche Risiken anzugehen können Firmen auf nachhaltige Beschaffung setzen. Das heißt, dass sie Standards definieren können, denen die Zulieferer gerecht werden sollen; im Kern werden so Nachhaltigkeitskriterien in die Lieferkette integriert. So können einerseits die oben beschriebenen Risiken reduziert werden: Wenn ein guter Sozial-Dialog und gute Arbeitsbedingungen etabliert sind, sinkt das Risiko von Streiks und somit Produktionsunterbrechungen. Wenn Menschenrechte beachtet werden, wird das Reputationsrisiko vermindert. Andererseits können Firmen so von neuen Möglichkeiten wie verstärkter Zusammenarbeit, mehr Vertrauen, neuen Produkten oder größererer Kundenzufriedenheit profitieren.

Wie können nun die SDGs Firmen dabei helfen, Nachhaltigkeit in der Lieferkette anzugehen?

Nachhaltige Beschaffung kann mit den SDGs abgestimmt werden

Die SDGs sind im Endeffekt ein Rahmenwerk, das alle Ebenen der Nachhaltigkeit und alle beteiligten Akteure adressiert. Die Stärke dieses Rahmenwerks liegt darin, dass es weltweit bekannt und akzeptiert ist; durch das Verwenden der SDGs wird so die Verständnis-Schwelle für Stakeholder gesenkt, auch im Bereich der nachhaltigen Beschaffung.

Der SDG Compass, herausgegeben von der Global Reporting Initiative, liefert eine Übersicht, wie Firmen die SDGs mit ihrem Geschäft verbinden können. Durch ein Mapping ihrer Lieferkette können Firmen zuerst die Bereiche identifizieren, in denen Nachhaltigkeits-Auswirkungen wahrscheinlich auftreten. Durch das Mapping sollte klar werden, wo die Kerntätigkeit, die Technologien und die Produkte einer Firma positive oder negative Auswirkungen haben. In diesem Schritt ist auch die Einbeziehung von Stakeholdern wichtig, da diese eine neue Sichtweise auf die Firmenaktivitäten liefern können.

In manchen Fällen treten Auswirkungen nur in der Lieferkette auf; jeder Händler beispielsweise wird die Risiken, die mit der Herstellung von Produkten verbunden sind (Arbeitsschutz, hoher Ressourcenverbrauch), vermeiden wollen. Um dies sicherzustellen, können Firmen ihre Zulieferer zu solchen Risiken direkt befragen, eine Analyse der Zulieferer-Webseite machen oder auf Risiko-Datenbanken zurückgreifen.

Nach dem Mapping sollte eine Firma messbare und zeitlich definierte Ziele setzen, um die Prioritäten und verwandte Indikatoren festzulegen; Indikatoren reflektieren die Beziehung zwischen den Aktivitäten einer Firma und deren Auswirkungen auf Stakeholder. Je nach Größe und Wahrscheinlichkeit von aktuellen und potenziellen negativen Auswirkungen kann eine Firma die gesetzten Indikatoren priorisieren. Nach Festlegung und Priorisierung der Indikatoren können die entsprechenden Daten gesammelt werden.

Indikatoren, die sich auf die Lieferkette beziehen sind beispielsweise der Anteil der risiko-gefährdeten Zulieferer, Anteil der auditierten Zulieferer, Anteil der Zulieferer mit Verbesserungsmaßnahmen, Anzahl von erfolgreichen Re-Audits…

Wenn diese Vorbereitungen abgeschlossen sind, beginnt die eigentliche Integration von Nachhaltigkeit in die Geschäftspraktiken einer Firma. Eine aktive Rolle der Beschaffungsabteilung ist hier wichtig; ein allgemein geteiltes Verständnis, wie die Firma von nachhaltiger Beschaffung profitiert, hilft dabei, die neue Nachhaltigkeitsstrategie im Unternehmen zu verankern. Auch die Integration von Nachhaltigkeitszielen in die Leistungsbewertung von Zulieferern ist eine wirksame Methode.

Schließlich sollte über den ganzen Prozess regelmäßig berichtet werden, um Glaubwürdigkeit zu demonstrieren. Die Ergebnisse sollten neben der Veröffentlichung (Transparenz) sowohl an die Zulieferer als auch an die Abnehmer weitergegeben werden. Es wird empfohlen, für die Berichterstattung auf international anerkannte Reporting-Standards zurückzugreifen, damit die Vergleichbarkeit der Ergebnisse  gewährleistet ist.

Für mehr Informationen kontaktieren Sie uns einfach unter info@dfge.de oder besuchen Sie unsere Webseite zum Nachhaltigkeitsmanagement.

CDP Climate Change – Änderungen im Fragebogen im Jahr 2016 und neue Bewertungsmethode


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Das CDP (Carbon Disclosure Project) hat seinen CDP Climate Change Fragebogen für 2016 verändert.

Was ist CDP?

Über CDP veröffentlichen etwa 6000 Organisationen ihre Treibhausgas-Emissionen und andere umweltbezogene Leistungskennzahlen; dazu werden sie von ihren Anteilseignern oder ihren Kunden aufgefordert. Die Erwartung ist, dass Unternehmen dadurch besser in der Lage sind, dem Klimawandel zu begegnen.

Was sind die wichtigsten ?

  • Änderung der Bewertungsmethode: Die bisherige Aufteilung in disclosure score und performance band wird durch eine einzige Bewertung ersetzt, die die Stufen leadership (A), management (B), awareness (C) und disclosure (D) kennt (identisch zur im letzten Jahr eingeführten Bewertungsmethode für CDP Water). Die im Fragebogen gegebenen Antworten tragen zur Gesamtbewertung bei; mindestens 75% der Punkte müssen in einer Bewertungsstufe erreicht werden, um die nächsthöhere Stufe zu erreichen.
  • Angleichung der Scope-2-Emissionsberechnung ans Greenhouse Gas Protocol. Unternehmen müssen nun erklären, ob die angegebenen Werte marktbasiert oder ortsbasiert berechnet wurden. Ortsbasiert heißt, dass die Berechnung auf Emissionsfaktoren des jeweiligen geographischen Gebiets basiert. Marktbasierte Zahlen beziehen sich auf Emissionsfaktoren des Stromlieferanten oder des individuell bezogenen Strom-Produkts. Um die Zahlen vergleichbar zu machen, müssen Unternehmen eine der Optionen wählen und die Angaben aus dem Vorjahr gegebenenfalls entsprechend umrechnen.
  • Erneuerbare Energien: Unternehmen haben jetzt die Möglichkeit, ihre Produktion und ihren Verbrauch an erneuerbaren Energien einzubeziehen, und können auch über ihre Ziele in diesem Bereich berichten.
  • Wissenschaftsbasierte Ziele (Science-based targets): Unternehmen müssen jetzt angeben, ob ihr Reduktionsziel wissenschaftsbasiert ist, d.h. ob es kompatibel mit dem Ziel ist, die Klimaerwärmung auf 2°C zu begrenzen.
  • Management-Gebühr: Unternehmen aus Nordamerika und Westeuropa, die am CDP Investor Programm teilnehmen, müssen nun eine Gebühr zahlen, um zur Finanzierung von CDP beizutragen. Die Basisgebühr beträgt 2.475€ (mit der Zusatzoption, einen höheren Beitrag zu leisten); es ist aber auch möglich, eine niedrigere, „subventionierte“ Gebühr zu wählen. Erstmalige Teilnehmer oder Firmen, die aufgefordert wurden, am Supply Chain-Programm teilzunehmen, müssen keine Gebühr zahlen.

Mehr Informationen (englisch):

Changes & Rationale Document: https://www.cdp.net/Documents/Guidance/2016/CDP-Climate-Change-changes-document-2016.pdf

CDP 2016 Climate Change scoring methodology Introduction:  https://www.cdp.net/Documents/Guidance/2016/CDP-climate-change-scoring-methodology-2016.pdf

Scoring introduction 2016: https://www.cdp.net/Documents/Guidance/2016/Scoring-Introduction-2016.pdf

Accounting of scope 2 emissions: https://www.cdp.net/Documents/Guidance/2016/CDP-technical-note-Accounting-of-Scope-2-Emissions-2016.pdf

Als offizieller CDP-Partner kann die DFGE Ihnen detailliertere Informationen über die Änderungen geben bzw. Ihrem Unternehmen helfen, sich daran anzupassen. Mit einer eingehenden Prüfung Ihrer CDP-Antworten (CDP Response Review) können Sie sichergehen, alle Erfordernisse des neuen Fragebogens und der neuen Bewertungsmethode zu erfüllen. Kontaktieren Sie uns unter info@dfge.de oder +49.8192.99733-20.

 

 

Blasenbildung: Warum CO2-Emissionen zum Risiko werden


Hintergrundbeitrag: Die Mehrheit unserer Beiträge behandelt das Thema CSR; wir berichten über aktuelle Entwicklungen und versuchen, Auswirkungen auf die tägliche Praxis im Unternehmen darzustellen. Unsere Hintergrundbeiträge haben einen etwas anderen Blickwinkel: Hier werden Trends, wissenschaftlicher Hintergrund und gesellschaftliche Auswirkungen unternehmerischer Nachhaltigkeit erklärt – manchmal mit einem persönlichen Touch.

Carbon bubbleHaben Sie schon von der Kohlenstoffblase gehört? Falls nicht, hier die gute Nachricht: Bisher existiert sie nur in der Theorie. Falls sie allerdings irgendwann entsteht, und das ist der Knackpunkt, wird sie groß werden, sehr groß. So groß, dass ihr Platzen dramatische und unabsehbare Auswirkungen haben könnte.

Doch der Reihe nach: Mit dem Begriff „Kohlenstoffblase“ wird eine hypothetische ökonomische Blase am Finanzmarkt bezeichnet. Eine solche Blase entsteht, wenn erheblich mehr Geld in einem Markt vorhanden ist, als dass es durch die zukünftig zu erwartenden Gewinne in diesem Markt zu rechtfertigen wäre. Oder einfacherer gesagt: in einer Blase erhoffen sich Anleger sehr viel von der Entwicklung eines Marktes, bis irgendwann herauskommt, dass die Geld-Anlagen sehr viel weniger wert sind, und dass sich alle verspekuliert haben; die Blase platzt.

Im Falle der Kohlenstoffblase geht es um den Markt der großen globalen Öl- und Kohlekonzerne. Momentan (und schon seit Jahren) machen diese sehr viel Gewinne, denn der Welt-Bedarf nach Kohle und Öl steigt unaufhörlich. Die weltweiten Reserven an Kohle, Öl und Gas entsprachen im Jahr 2011 unfassbaren 2,8 Milliarden Tonnen CO2[1], und jedes Jahr werden neue Lagerstätten entdeckt. Die Förderunternehmen werden von Anlegern als sehr wertvoll beurteilt, denn die Aussichten sind auf den ersten Blick ja glänzend.

Wäre da nur nicht der Klimawandel. Seit der Klimakonferenz in Kopenhagen 2009 strebt die internationale Staatengemeinschaft eine Begrenzung der Erderwärmung auf 2°C an, verglichen mit dem Niveau vor der Industrialisierung. 1°C Erwärmung haben wir nun schon erreicht[2], was den zukünftigen Spielraum weiter begrenzt. Um unter der Zwei-Grad-Grenze zu bleiben, müssten 80% der weltweiten Reserven an Kohle, Gas und Öl im Boden bleiben, was für die großen Unternehmen der fossilen Energiewirtschaft eine Katastrophe wäre. Diese Konzerne würden schlagartig an Wert verlieren, und die Investoren müssten erhebliche Summen abschreiben; die Folgen für die Branche und darüber hinaus wären schwer absehbar.

Was hat das alles mit uns zu tun? Nun, auf den zweiten Blick eine ganze Menge:

Zum einen führt die Kohlenstoffblase vor Augen, wie weit reichend die gesetzlichen Regelungen sein werden, die in den nächsten Jahren zu erwarten sind. Der Klimagipfel in Paris hat gezeigt, dass es der Staatengemeinschaft ernst ist mit der Begrenzung der Emissionen, vermutlich sogar ernst genug, um sich mit den großen Kohle- und Ölförderern anzulegen. Und dazu gehören immerhin sieben der zehn größten Unternehmen der Welt[3].

Zum zweiten zeigt uns die durch die drohende Kohlenstoffblase entstandene Divestment-Bewegung, dass der Ausstoß von Emissionen zunehmend zur moralischen Frage wird; die von vielen lokalen Gruppen getragene Bewegung agiert unter dem Grundsatz „It’s wrong to profit from wrecking the planet“ und zwingt öffentliche und private Institutionen durch Druck der Öffentlichkeit, aus emissionsintensiven Konzernen zu de-investieren, und das Geld in emissionsärmere Investments umzuleiten. Und das bisher augenscheinlich recht erfolgreich.

Es gibt also für Firmen seit neustem ein paar gute Gründe mehr, die unternehmensbezogenen Emissionen in den Griff zu kriegen;  neben der vorausschauenden Anpassung an kommende gesetzliche Normen ist auch ein drohender Reputationsverlust in der öffentlichen Meinung ein Risiko.

Die DFGE kann Sie bei der Berechnung Ihres unternehmensweiten Carbon Footprints und bei der Identifikation von Reduktionspotenzialen unterstützen  – kontaktieren Sie uns unter info@dfge.de oder unter +49.8192.99733-20 für mehr Informationen!

Mehr Infos rund um das CO2-Management für Unternehmen finden Sie unter http://www.dfge.de/carbon-footprint-berechnung/.

EcoVadis Partnerschaft mit DFGE: Neuer Schwung für nachhaltige Beschaffung in der DACH-Region


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DFGE wird der erste Consulting Partner in der DACH-Region von EcoVadis, dem Experten für Nachhaltigkeit in der Lieferkette. Diese Zusammenarbeit wird es Unternehmen künftig ermöglichen, besser auf die Anfragen ihrer Kunden bei einem EcoVadis-Assessment einzugehen und ihre CSR-Performance zu verbessern.

EcoVadis, eine kollaborative Plattform für Nachhaltigkeitsbewertung

EcoVadis betreibt die erste kollaborative Plattform, die Supplier Sustainability Ratings für globale Lieferketten bereitstellt. Über 25 000 Unternehmen nutzen das Corporate Social Responsibility (CSR)-Assessment von EcoVadis, darunter mehrere Tausend in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sie erhalten darüber eine Bewertung und Scorecard ihrer Leistungen in den Bereichen Umwelt, Soziales, Ethik, und Lieferkette.

EcoVadis bietet eine konkrete Lösung, die Transparenz zu CSR in der Zulieferkette schafft. Unternehmen treten der EcoVadis-Plattform bei und fordern ihre Zulieferer dazu auf, deren Nachhaltigkeits-Management von EcoVadis beurteilen zu lassen. Diese Analyse wird von EcoVadis-Experten durchgeführt; die Ergebnisse werden auf der gemeinschaftlichen Plattform in Form einer Scorecard veröffentlicht, zugänglich für sowohl Einkäufer als auch für Zuliefere.

DFGE bietet verschiedene Dienstleistungen an

DFGE ist jetzt offizieller EcoVadis Consulting-Partner, der Zulieferern dabei hilft, diese Komplexität zu verstehen und die Anforderungen zu erfüllen. EcoVadis vertraut der DFGE entsprechende Trainings und Überprüfungen der ausgefüllten Fragebögen an.

Trainings werden für das Ausfüllen des Fragebogens und den Umgang mit der Plattform angeboten. Sie zielen darauf ab, es den Zulieferern zu ermöglichen, den Fragebogen selbstständig auszufüllen und die Anfragen ihrer Kunden zu beantworten. DFGE wird auch ausgefüllte Fragebögen überprüfen, um sicherzustellen, dass die Antworten den EcoVadis-Anforderungen und der Methodik entsprechen.

Mit mehr als 15 Jahren Erfahrung im Bereich der Nachhaltigkeits-Datenverwaltung kann die DFGE Zulieferern dabei helfen, die richtige Dokumentation zu finden und zu verbessern. Die DFGE bietet auch Komplettpakete an, die dabei helfen, die eingesetzte Zeit und Ressourcen bei einer EcoVadis-Teilnahme zu minimieren.

Darüber hinaus kann die DFGE unter anderem auch dabei beraten, die erzielten Ergebnisse zu verstehen, einen Verbesserungsplan aufzustellen, das Nachhaltigkeitsmanagement durch Erstellung beispielsweise eines Carbon Footprints zu verbessern oder einen CSR-Bericht nach GRI-Richtlinien aufzustellen.

Zusammenfassend können EcoVadis-Teilnehmer also von Beratung und Unterstützung durch die DFGE profitieren, und zwar in ihrer jeweiligen Landessprache. Die DFGE wurde durch EcoVadis geschult, um die offiziellen Produkte anbieten zu können.

Die ganze Pressemeldung lesen: http://www.dfge.de/de/ecovadis-partnerschaft/

Mehr zu EcoVadis: http://www.ecovadis.com/

Oder kontaktieren Sie uns unter  info@dfge.de

 

Science Based Targets / Sectoral Decarbonization Approach: Klimareporting.de veröffentlicht Info-Papier auf Deutsch


Science Based Targets Initiative Logo (source: http://sciencebasedtargets.org/)

Science Based Targets Initiative (source: http://sciencebasedtargets.org/)

Die Debatte um die sogenannten “Science-based Targets” hat weiter Fahrt aufgenommen, seitdem sich zum COP21-Gipfel 2015 in Paris zahlreiche große Firmen auf konkrete, wissenschaftlich ermittelte Reduktionsziele festgelegt haben (siehe http://sciencebasedtargets.org/companies-taking-action/)

Die deutsche Initiative “Klimareporting.de” , getragen von CDP und WWF, hat nun ein praxisorientiertes Themenpapier für Unternehmen veröffentlicht. Zum Dokument.

Darin wird der Ansatz der Science-based Targets allgemein erläutert, und besonders der “Sectoral Decarbonization Approach” genauer ausgeführt. Dies ist eine vom CDP mitentwickelte Methode zur Ermittlung, wieviel Emissionen ein bestimmtes Unternehmen z.B. bis 2050 einsparen muss, um in der Summe der Gesamtwirtschaft das Ziel von max. 2°C Erderwärmung erreichen zu können.

Dazu werden Annahmen getroffen, welches Potential zur Emissionsreduzierung in jedem Sektor zu wirtschaftlich vertretbaren Kosten erschliessbar ist. Daraus ergeben sich dann gewisse “Emissions-Budgets”, die jedem Sektor zur Verfügung stehen.

Mithilfe weiterer Eckdaten können Unternehmen in Folge ihren Status quo ermitteln und, unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Prognosen, ihren individuellen Zielkorridor zur Reduzierung ermittlen. Hierzu ist auch ein Online-Tool verfügbar.

Der Report fordert Unternehmen, auch Mittelständler, auf, sich bereits heute mit der Thematik zu beschäftigen.

Die DFGE, als Experten im Bereich Emissions-Management und Reporting und offizieller CDP Silver Climate Change Consultancy Partner, bietet umfassende Unterstützung in diesem Bereich an. Sprechen Sie uns an unter info@dfge.de oder +49.8192.99733-20.