Category Archives: Deutsch

Smart Grid – Revolution oder Evolution?


Für die Mehrzahl der Menschen in den Industriestaaten ist eine sichere und unterbrechungsfreie Energieversorgung selbstverständlich. Der radikale Umbau des deutschen Kraftwerksparkes durch den Wegfall der Atomkraftwerke mag so manchen zweifeln lassen, ob diese sichere Versorgung – zumindest für Elektrizität – auch in Zukunft Bestand haben wird.

Doch nicht nur in Deutschland wird die Energiebereitstellung umgebaut. Neben dem massiven Ausbau Erneuerbarer Energien geht es vor allem um eine effizientere Nutzung und Verteilung der bereits verfügbaren Energie. Vielerorts werden neue Infrastrukturmaßnahmen beschlossen.
Die jüngste Ankündigung der Deutschen Netzbetreiber, nun “Stromautobahnen” durchs Land zu ziehen, um die Windfelder im Norden und eines Tages den Sahara-Strom aus dem Süden anzubinden, ist nur die logische Konsequenz aus dem sich bereits vollziehenden Wandel. Aber auch die geplante Integration von Millionen von Elektrofahrzeugen in die europäischen Stromnetze bringt so einiges Kopfzerbrechen mit sich. Geht es dabei aber nur um einen Medienhype? Versuchen Politik und Konzerne von ganz anderen Fragen abzulenken?
Fest steht, dass die Evolution hin zu einer neuen Versorgungstruktur schon begonnen hat. Ein wichtiger Schritt dazu ist eine neue Steuerungs-Struktur, die neue Hardware und die steigende dezentrale Erzeugung mit den heute verfügbaren Kommunikationsmöglichkeiten verknüpft. Bei diesem sog. Smart Grid geht es um eine Vielzahl von Einzelaspekten auf unterschiedlichsten Ebenen – vom Energieerzeuger (der heute ja auch Privatmann sein kann), der Distribution über die Abrechnung bis hin zum Verbrauch. Solche neuen Netze sind weltweit bereits aufgebaut – nicht immer zum Vorteil aller Beteiligten.
Neue Energienetze haben, ähnlich wie neue Kommunikationstechnologien gewisse Vor- aber auch Nachteile in Qualität und Sicherheit. In Deutschland bzw. der Europäischen Union sind bereits Gesetzesgrund­lagen geschaffen worden, um die Bausteine für die neuen Technologien bereitzustellen. Zwar müssen in Neubauten in Deutschland bereits die “intelligenten” Zähler eingebaut werden. Konkrete Angebote, neue innovative Tarife zu nutzen, sind aber gerade für den Privatverbraucher noch immer Mangelware. Von intelligenten Endgeräten ganz zu schweigen. Zwar gibt es sowohl im Privat- und vor allem auch im gewerblichen Bereich Vorreiter mit konkreten Lösungen. Die Vielzahl der Unternehmen ist aber immer noch in Lauerstellung. Keines will den ersten Schritt machen und zu viel verraten bzw. einen Schritt in die falsche Richtung wagen. Dies ist aber auch die Chance für innovative Unternehmen, die bestehenden Lücken zu erkennen und mit neuen Lösungen auf den Markt zu gehen.
Das vorliegende Heft zeigt die Vielzahl der bestehenden Ansätze, die vorherrschenden Probleme, aber auch innovative Lösungen auf. Oft handelt es sich bei den Lösungen um die konsequente und logische Weiterentwicklung bestehender Ansätze und Strukturen. Die wirkliche Revolution steckt im Wort “Grid”, also im eigentlichen Netzgeflecht mit all seinen Akteuren, in dem jeder einzelne Baustein flexibler und damit intelligenter werden muss. Erst die durchgängige Verzahnung der einzelnen Ebenen schafft wirklichen Mehrwehrt für die Akteure – und vor allem für den Endverbraucher.

Dipl.-Ing. Wolfgang Berger

Erschienen als Editorial im Heft 6/2012 der VDI-Mitgliederzeitschrift
Technik in Bayern.

Link zur Ausgabe “Smart Grid”

EU Vorstoss – Gesetzesvorschlag zu CO2-Grenzwerten für LKW bis 2013


Nach einem konkreten Datum für die Einführung einer verbindlichen CO2-Berechnung für Transportemissionen in Frankreich gibt nun auch die EU-Klimakommissarin Connie Hedegaard eine Ankündigung für einen Gesetztesvorschlag zur Begrenzung der Emissionen für schwere LKW in 2013 bekannt. Demnach seien nach den geltenden Regelungen für PKW und leichte Nutzfahrzeuge auch klare Regelungen für schwere LKW gefordert. Da der Verkehr in der EU zu 26% zu den CO2-Emissionen beiträgt, sei nun auch ein Beitrag der schweren LKW erfoderlich. Die speziellen Anforderungen an schwere Nutzfahrzeuge sollen dabei Berücksichtigung finden.

Link zur off. Pressemitteilung der Rede

Link zur Seite der EU-Klimakommissarin

Frankreich – CO2 Angaben ab 2013 per Gesetz


Laut einer jüngsten Meldung der Regierung in Frankreich im Staatsanzeiger “Journal Officiel”, müssen Transporteure in Frankreich ab dem zweiten Halbjahr 2013 auf Rechnungen und Angeboten die mit der Leistung verbundenen CO2-Emissionen ausweisen. Ein Ministerdekret wird den genauen Termin des Inkrafttretens der Vorschrift noch festlegen.

Ähnlich wie schon in England das Carbon Reduction Commitment (CRC) stufenweise angekündigt und eingeführt wurde, soll auch hier den Unternehmen noch Zeit gegeben werden, sich auf die veränderten Reporting-Pflichten einzustellen.
Es wird ebenfalls angedacht, staatlich zugelassene Zertifizierungsstellen einzurichten, an die man sich bei Zweifeln an den Werten wenden kann.

Darüber hinaus will sich die französische Regierung verstärkt auf EU-Ebene einsetzen, eine einheitliche Ausweisung des Carbon Footprints durchzubringen. Zusammen mit den Zielen des EU-Weißbuch die verkehrsbedingten Emissionen bis 2050 um 60% zu reduzieren, steht nun eine einheitliche Verpflichtung der Emissionsberichterstattung auf EU-Ebene vor der Türe.

DFGE Newsletter Mai 2011


Bitte finden Sie hier unseren Mai – Newsletter!

Viel Spaß beim lesen.

 

CO2 Management für Logistik und Flottenbetreiber


Der allgegenwärte Trend zur “Green Logistic” setzt sich nicht nur in Europa immer weiter durch, sondern erlebt auch in den USA einen starken Schub.

Dazu mag in nicht unerheblichem Teil auch eine Initiative des US-Präsidenten Obama beigetragen haben. Dieses neuen Green Fleet Program bzw. das National Green Fleet Partnership der US-Regierung zielt darauf ab, die größten privaten Flottenbetreiber der USA – darunter Unternehmen wie Ryder, Coke und GE – zusammenzuschließen, um gemeinsam neue Lösungen zur Verbrauchsreduktion zu testen, einzusetzten und natürlich sich darüber offen auszutauschen. Dabei existieren schon einige Erfahrungen im Bereich alternativer Kraftstoffe- bzw. Antriebssysteme und modernen Technologien wie Telematiksystemen.

Mit dem gleichen Ziel der Kraftstoff- und CO2 Ersparnis verfolgen auch namhafte Fahrzeughersteller wie Ford und Toyota IT-Intiativen, um das Verbrauchsverhalten zu Visualisieren und zu verbessern.

Die DFGE bietet dafür das herstellerunabhängige System EMO von Logica an, welches durch einfache Installation auf der OBD II Schnittstelle nicht nur die Verbrauchsdaten liefert, sondern durch aktive Rückkoppelung zum Fahrer auch das CO2-arme Fahrverhalten verbessert.

 

Klimagesetze nehmen weltweit zu


Nicht nur seit der jüngsten Ankündigung der Bundesregierung nun eine Kohlendioxid (CO2)-Abgabe auf Brennstoffe einzuführen, ist eine Zunahme der internationalen Bestimmungen zu den Bereichen CO2 und Energie zu bemerken.

Nach dem Vorbild des Kyoto-Protokolls und der daraus resultierenden CO2-Handels-Systeme, gehen immer mehr Länder den Weg, CO2 auch für weitere Bereiche bis hin zum Privathaushalt einzupreisen. Dieses “marktwirtschaftliche Modell” wird vor allem in Großbritannien, Frankreich und einigen skandinavischen Staaten in Europa umgesetzt.

Nach einer jüngsten Studie von Globe International nehmen solche Ansätze auch in den 16 größten Wirtschaftsräumen der Welt zu.

So sind vor allem im Bereich der Gesetzgebung für ein sog. “Carbon Pricing” die EU, Südkorea und England Vorreiter. Fast alle Staaten kümmern sich auch um den Bereich “Energy Efficiency”.  Mehr zur Studie.

 

Die Kosten mit dem Kopf senken- Informationen aus Logistik und Transport auf der DVZ.de


Die Kosten mit dem Kopf senken- Informationen aus Logistik und Transport auf der DVZ.de.

Artikel zum Green Logistic Plenum auf der logiMAT 2010 in Stuttgart.

Logica EMO – Emission Monitoring made easy


DFGE Flyer Apr2011 – CO2 Emissionen im Griff


Norm-Entwurf zur CO2-Berechnung von Transportdienstleistungen (DIN EN 16258)


Zur einheitlichen Berechnung der Treibhausgasemissionen – also des Carbon Footprint – von Transportdienstleistungen, hat das Deutsche Institut für Normung (DIN) einen Normentwurf zur DIN EN 16258: “Methode zur Berechnung und Deklaration des Energieverbrauchs und der Treibhausgasemissionen bei Transportdienstleistungen (Güter- und Personenverkehr)” vorgelegt. Noch bis zum 4. Juni können Stellungnahmen dazu als registrierte Einsprecher beim DIN eingereicht werden.

Neben den Treibhausgasemissionen geht es auch um die Deklaration von Energieverbräuchen für Transportleistungen sowohl im Güter- als auch im Personenverkehr. Neben grundsätzlichen Bestimmungen und den Grundlagen der Berechnung wird auch auf Themen wie der Ermittlung von Teilstrecken oder der Allokation zu Frachtgütern näher eingegangen. Der Anhang enthält normative Emissions- und Umrechnungsfaktoren sowie informative Beispiele für die Berechnung. Eine Endgültige Version soll bis 2012 vorliegen.

Nähere Informationen und die Möglichkeit zur Stellungnahmen finden Sie unter hier.